Konservative Therapie
Bei der Hyperhidrose handelt es sich um eine vermehrte Schweißproduktion, die sich entweder an bestimmten Körperarealen manifestiert oder mehrere Körperregionen betreffen kann. Häufig wird sie als Krankheit gar nicht oder erst spät erkannt. Betroffene finden sich mit vermehrtem Schwitzen ab, obwohl sie darunter sehr leiden. Es gibt verschiedene Methoden, Hyperhidrose zu behandeln, darunter auch konservative Verfahren.
Patienten, die unter der “primären Hyperhidrose” leiden habe meist eine Odysse von Ärzten und Therapieformen hinter sich, ehe sie einen Spezialisten befragen. Zum Einsatz kommen oftmals zunächst Antitranspiranzien als Externa in Form von Deo´s, Tinkturen etc.
Als Wirkstoff wird häufig Aluminiumchlorid (chemisch : AlCl) in unterschiedlichen Konzentrationen verwendet. Nach anfänglicher Schweißreduktion kommen die Beschwerden dennoch wieder. Weiterhin ist AlCl sehr aggressiv und kann Hautrötungen, Irritationen bis hin zu Dermatitiden (Entzündungen der Haut) bewirken.
Salbei-Präparate, Medikamente (sog. Anticholinergika), Iontophorese etc. sind nur einige Beispiele für konservative Behandlungsversuche.
Als effektiv hat sich Botulinum-Toxin erwiesen. Als zugelassenes Medikament kann es die Schweißbildung bei richtiger Injektion durch einen Facharzt deutlich reduzieren. Der Effekt ist leider nur temporär (4-6 Monate), da die niedrige Konzentration mit der Zeit abgebaut wird.
